Zweitwohnsitz für Studierende: Lohnt sich die Ummeldung?
Kurz gesagt: Für Studierende mit Wohnung am Studienort stellt sich oft die Frage, wo der Hauptwohnsitz gemeldet sein sollte.
Hauptwohnsitz bei den Eltern behalten
Viele Studierende behalten den Hauptwohnsitz bei den Eltern und melden die Studentenwohnung nur als Nebenwohnsitz an, etwa um weiterhin am Heimatort wählen zu können oder familiäre Bindungen aufrechtzuerhalten.
Hauptwohnsitz an den Studienort verlegen
Wird der Lebensmittelpunkt eindeutig an den Studienort verlagert, ist es rechtlich korrekt, dort den Hauptwohnsitz anzumelden. Manche Studienstädte honorieren dies mit einer Ummeldeprämie, um Steuereinnahmen zu sichern.
Zweitwohnungssteuer als Kostenfaktor
Wird die Studentenwohnung als Nebenwohnsitz gemeldet, kann in vielen Städten Zweitwohnungssteuer anfallen. Vor der Entscheidung lohnt sich ein Blick in die örtliche Satzung, da manche Kommunen Studierende ermäßigen oder befreien.
Was bei BAföG und Wohngeld zu beachten ist
Die Wahl des Hauptwohnsitzes kann Auswirkungen auf BAföG-Zuständigkeiten und Wohngeldanträge haben. Im Zweifel lohnt sich eine Rücksprache mit dem BAföG-Amt oder der Wohngeldstelle vor der endgültigen Entscheidung.
Meldebescheinigungen lassen sich in vielen Städten inzwischen online beantragen, ganz ohne Amtstermin.
Häufige Fragen
Rund um dieses Thema tauchen immer wieder dieselben Fragen auf.
Wie lange dauert die Ausstellung eines Personalausweises?
In der Regel zwei bis vier Wochen. Wer den Ausweis dringend braucht, kann gegen Aufpreis oft einen Express-Ausweis beantragen, der meist innerhalb weniger Tage fertig ist.
Was passiert, wenn ich die Zwei-Wochen-Frist verpasse?
Es kann ein Bußgeld nach dem Bundesmeldegesetz verhängt werden. Die Praxis ist von Amt zu Amt unterschiedlich streng, ein rechtzeitiges Nachholen der Anmeldung ist trotzdem ratsam.
Gilt der Personalausweis als Reisedokument in der ganzen EU?
Ja, innerhalb der EU sowie in einigen weiteren europäischen Ländern mit entsprechendem Abkommen reicht der Personalausweis als Reisedokument aus.
Wie viel kostet ein Reisepass?
Je nach Gültigkeitsdauer und Alter zwischen 60 und rund 92 Euro. Auch diese Gebühr ist bundesweit einheitlich geregelt.